Die Kraft der Knospen…

In einem Kurzurlaub – mit viel Schnee – bin ich über ein tolles Buch gestolpert. „Knospen und die lebendigen Kräfte der Bäume“ von Gabriela Nedoma. Richtig spannend und ich möchte hier kurz ein bisserl über die Gemmotherapie erzählen.

Die Kraft der Knospen war schon bei Hildegard von Bingen bekannt und auch in der TCM werden Knospen und Triebe eingesetzt. In den 1950er Jahren entdeckte der belgische Arzt Dr. Pol Henry im Rahmen seiner Forschungen den Reichtum an Proteinen und Wachstumsfaktoren die in den Knospen stecken. In Frankreich, Belgien und der Schweiz ist die Gemmotherapie schon länger bekannt und akzeptiert – seit sie 2011 in das Europäische Srzneibuch aufgenommen wurde, gibt es die Präparate der Gemmotherapie auch in deutschen Apotheken.

Was macht die Knospen so wertvoll?

Knospen enthalten das gesamte genetische Programm der Pflanze, alles was die Pflanze braucht um fort zu bestehen steckt in den Knospen. Beispielhaft hab ich drei Stoffe herausgepickt:

Auxin – ein Wachstumshormon das vor allem für Streckung der Pflanze verantwortlich ist. Es erhöht die Elastizität der Zellwände und ist besonders für Frucht- und Wurzelwachstum und auch das Ablösen der Blätter zylluständig.

Gibberlelline – eine Gruppe von über 100 verschiedenen Stoffen, die die Blütenbildung, das Austreiben und Aufblühen bewirken und auch für den Fruchtansatz zuständig sind.

Chlorophyll – das „Grüne Sonnenlicht“. Das kennen wir schon von den Wildkräutern, denn Chlorophyll ist der Farbstoff in allen Pflanzen. Die Liste der positiven Eigenschaften ist lang: Es wirkt immunstärkend, entgiftend, entzündungshemmend, regenerierend, zellschützend, wundheilend, antibiotisch und hat den Ruf antikarziogen zu sein. Übrigens ist ein sehr wichtiges Heilmittel im Ayurveda das swarasa – frisch gepresster Pflanzensaft – die heilkräftigste und konzentrierteste Form des Pflanzenauszugs – was wieder für die positive Wirkung von Chlorophyll spricht…..und auch in der westlichen Naturheilkunde werden diese gesunden Pflanzenauszüge seit der Antike eingesetzt.

Wie unterstützt uns die Gemmotherapie?

Durch die Einnahme der Mazzerate – die in der Gemmotherapie aus einer Mischung von pflanzlichem Glycerin und Alkohol hergestellt werden – wird die Bildung von Makrophagen (Zellart) angeregt. Diese bewirken eine beschleunigte Ausleitung von z.B. Bakterien im Körper. Besonders nach einer Infektion, Einnahme von Antibiotika und Funktionsstörungen wie z.B. Schlafstörungen, Wechseljahren, Allergien können diese Mazzerate eine gute Unterstützung sein.

Noch weiß ich nicht alles – aber ich finde dieses Thema sehr interessant. Vielleicht ist es ja auch eine Anregung für den ein oder anderen 🙂

 

 

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