Frauenkräutertee-Mischung

Frauenkräutertee… ...frisch gepflückt

Heute morgen war der Himmel ziemlich bewölkt – der Wetterbericht versprach Regen im Laufe des Tages. Bevor es regnet und der Regen den feinen Blütenstaub von den Holunderblüten wäscht, wollte ich unbedingt noch welche ernten. Im Park hab ich dann festgestellt, dass dem Holunderstrauch meiner Wahl nur noch vereinzelte Blütendolden geblieben sind und die wollte ich dann nicht auch noch ernten. Ohne Holunderblüten keine Beeren 🙁 ….und die sind natürlich wichtig für den leckeren Holundersaft, aber auch die Vögel freuen sich.
Dafür standen die Gräser auf der Wiese sehr hoch und hier habe ich dann die perfekten Zutaten für (m)einen Frauenkräutertee gesammelt:

Schafgarbe, Johannisraut und wilde Malve
Schafgarbe, Johannisraut und Wilde Malve

Schafgarbe, Johanniskraut und die Wilde Malve sind nicht nur ein schönes Farbenspiel, sondern unterstützen uns auch mit ihren Wirkstoffen.

Die Schafgarbe ist eine beliebte klassische Heilpflanze. Fast jeder wird schon versucht haben sie zu pflücken und ist am zähen Stiel der Pflanze gescheitert. Die Schafgarbe wird zur Unterstützung der Verdauungsorgane und verschiedensten Frauenleiden wie z.B. Kreislaufschwäche, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Am Echten Johanniskraut wird besonders die stimmungsaufhellende Wirkung geschätzt, seine Inhaltsstoffe unterstützen auch bei mentalen Erschöpfungszuständen und leichten Magen-Darm-Beschwerden.

Die Wilde Malve hat eine reizmildernde und schützende Wirkung auf die Schleimhäute. Sie hat entzündungshemmende, antibakterielle und wundheilende Wirkung und gibt dem Tee zudem eine tolle Farbe.

 

Wiesenlabkraut
Wiesenlabkraut

Das Wiesenlabkraut bringt Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide, Aucubin, Glykoside und ätherisches Öl als Inhaltsstoffe mit. In der Volksmedizin ist es als harntreibendes, blutreinigendes, Lymphfluss anregendes Mittel bekannt.
Ein Kranz aus Labkraut geflochten, soll beim Einschlafen helfen.

 

 

 

 

Lindenblüten
Lindenblüten

Lindenblüten sind schon seit langem in der Volksheilkunde als Heilmittel bekannt. Ihnen werden leicht beruhigende und schmerzlindernde Eigenschaften nachgesagt, weshalb sie traditionell auch bei Unruhezuständen und leichten Stresssymptomen empfohlen werden. Weitere Anwendung findet Tee aus Lindenblüten bei Blasen- und Nierenleiden. Auch in Erkältungstees werden Lindenblüten verwendet, weil sie wegen der enthaltenen Schleimstoffe schweißtreibende, auswurffördernde und reizlindernde Wirkung haben.

 

 

Schweißtreibend ist das Wetter im Moment zwar sowieso – aber ich liebe den Duft der Lindenblüten und deshalb hab ich davon auch einige in die Teemischung gepackt 🙂

Trocknen:

Meine gesammelten Kräuter lasse ich im Schatten bei luftiger Umgebung etwa 3 Wochen trocknen. Bei mir werden sie auf die Gitter des Dörrautomates gelegt, der wird aber nicht eingeschaltet. Besonders achten solltest du darauf, dass die Kräutern schön luftig liegen und nicht zu schimmeln beginngen. Wenn die Kräuter „rascheltrocken“ sind, werden sie nochmal ein bisserl zerkleinert, gut gemischt und in ein Glas oder eine Dose abgefüllt.

Zubereitung – mal anders:

Weil Schleimstoffe (in der Wilden Malve und den Lindenblüten enthalten) sehr hitzeempfindlich sind, solltest du – wenn du besonderen Wert auf die Schleimstoffe – legst einen Kaltauszug zubereiten. Dazu 1 Teelöffel der getrockneten Teemischung pro Tasse in kaltes Wasser geben, kurz umrühren und zirka 5-8 Stunden stehen lassen. Dann den Tee langsam auf Trinktemperatur erwärmen und abseihen.

Wenn du dich für die klassische Teezubereitung entscheidest, denk an einen Deckel auf der Tasse damit die ätherischen Öle nicht mit verdampfen.

…. auch wenn ich es „Frauenkräutertee“ nenne, darf der Tee natürlich auch gern von Männern getrunken werden 🙂

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.