Kleine Brunelle

Andere Namen für die Braunelle:

Kleine Braunelle, Halskraut, St. Antonikraut, Gottheil

Familie:

Lippenblütgewächse (Lamiaceae)

Beschreibung:

Die Kleine Braunelle ist eine immergrüne ausdauernde krautige Pflanze.  Sie wächst kriechend, die Blüten sind purpurfarben, die Blätter sind leicht behaart. Der Stengel ist vierkantig und wird bis zu 30 cm hoch, der Blütenstand ist meist zwischen 1 cm – 4 cm. Die Blüten sitzen direkt auf dem obersten Blattpaar. Blütezeit ist von Juni bis September. Sie ist weit verbreitet und wächst gerne an Weg- und Wiesenrändern.

in der Volksheilkunde

Als Heilpflanze ist sie inzwischen leider in Vergessenheit geraten. Früher wurde sie aber gerne bei Halsschmerzen verwendet, es wird ihr eine antibiotische und auch antivirale Wirkung nachgesagt.  Sie wird als Tee bei Angina, Hals- und Rachenschmerzen eingesetzt (daher der Name Halskraut) und unterstützt auch bei Entzündungen des Zahnfleisches. Als Heilkraut wurde die Braunelle auch bei Diphterie eingesetzt – vermutlich wurde ihr Name von „Bräune“, einem Namen für Diphterie abgeleitet.

Neue Untersuchungen zeigen Hinweise, dass die Braunelle auch bei Herpesinfekionen unterstützen kann. Die in der Braunelle enthaltenen Lingnine helfen gegen Herpesviren. Ihre zusammenziehende und Bakterien abtötende Wirkung wurde mittlerweile von chinesischen Medizinern nachgewiesen.

Durch ihren hohen Gerbstoffgehalt wird sie auch als schneller Wundverband empfohlen.

in der Küche

Vor der Blüte lassen sich die zarten Blätter und Stängel der Braunelle gut für Kräutersuppen, Saucen oder auch im Salat als Vitamin C – Spender verwenden. Natürlich sind die zarten Blüten eine schöne Deko für Suppen aber auch Dessert und Kuchen.

Gemeinsam mit Löwenzahn, Vogelmiere, Spitz- oder Breitwegerich, Labkraut, zarten Schafgarbeblättern und Feldsalat ergibt sich ein feiner Wildkräutersalat.

Durch ihren würzigen, etwas bitteren Geschmack eignet sie sich auch zum Würzen von frischen Smoothies. Ihre Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an.

als Räucherwerk

Eine Räucherung mit dem Kraut der Braunelle wirkt entspannend und fördert die Konzentration. Zusätzlich fördert sie die Selbstheilungskräfte.

 

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