Immer am 2. Advent findet im Ackermannbogen der „Selbermarkt“ statt. Eine nette Gelegenheit Nachbarn kennen zu lernen und ein paar KrĂ€utergeschenke anzubieten 🙂

An meinem Stand gab es diesmal KrĂ€uterkissen: befĂŒllt mit Lavendel, Hopfen und Dinkelspelz, befĂŒllt mit Anis, KĂŒmmel, Fenchel und Kamille als Bauchwehkisserl. Dann gab es noch die Kissen befĂŒllt mit besonderen FrauenkrĂ€utern – in Anlehnung an die alte Gewohnheit die mit Stroh gefĂŒllten Matratzen mit KrĂ€utern anzureichern.

Besonders wichtig war diese KrĂ€uterfĂŒllung fĂŒr GebĂ€rende und Frauen im Kindbett weil die KrĂ€uter eine antiseptische Wirkung haben. Vorchristliche Hebammen verwendeten duftende, antiseptische KrĂ€uter als Ersatz fĂŒr unsere heutige Desinfektion. Mit den duftenden KrĂ€utern wurde der GebĂ€renden und Kindbetterin ein Lager zubereitet, welches Mutter und Kind vor Krankheit und DĂ€monen schĂŒtzen sollte. Wie soviele BrĂ€uche wurde auch dieser wĂ€hrend der Christianisierung der Gottesmutter Maria unterstellt, daher der Name Maria Bettstroh oder Liebfrauenbettstroh.

Zu den verwendeten KrĂ€utern gehören das gelbe Labkraut, das noch heute im angelsĂ€chsischen Raum „Lady`s Bedstraw“ genannt wird. Auch der Waldmeister, Salbei, Schafgarbe und das Johanniskraut gehören zu den BettstrohkrĂ€utern.

Meine FĂŒllung mit getrocknetem Labkraut, Johanniskraut und Schafgarbe verleihen dem mit Dinkelspelz gefĂŒllten Kissen einen angenehmen Duft und sorgen hoffentlich fĂŒr einen erholsamen Schlaf – ich finde, ein schönes Weihnachtsgeschenk 🙂

 

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