Löwenzahn Taraxacum officinalis

Andere Namen:

Apothekerkraut, Dotterblume, Augenmilch, Kuhblume, Kuhdätsch, Sonnenwirbel

Familie:

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung:

Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Pflanzen Mitteleuropas. Durch seine hohe Anpassungsfähigkeit wächst er auf fast allen Böden und gedeiht an fast allen Standorten. Seine gelben Blütenköpfchen drehen sich nach der Sonne – das hat ihm den Namen Sonnenwirbel eingebracht.
Seine Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Kalium, Bitterstoffe und Flavonoide, Spurenelemente und Kieselsäure machen ihn für unsere Gesundheit wertvoll. Seine Inhaltsstoffe wirken blutreinigend, harntreibend, gallebildend und appetitanregend.

 

 

 

 

in der Volksheilkunde

Der Löwenzahn ist bekannt dafür, als Bittermittel den Gallenfluss anzuregen. Löwenzahntee gilt als entschlackendes, wassertreibendes Mittel, regt den Stoffwechsel an und wirkt sich günstig auf des Bindegewebe aus. Selbst Nierensteine sollen durch eine Teekur mit Tee aus der Wurzel und den Blättern herausgespült werden können.

Frühjahrskur
Eine Löwenzahnkur bringt den Organismus im Frühling wieder in Schwung. Dazu werden 2 Tassen Tee pro Tag getrunken oder 2 Esslöffel Pflanzenpresssaft genommen. Die Löwenzahnblätter können auch gut mit Brennesselblättern gemischt werden. Damit wird der übersäuerte Organismus von unnötigem Ballast befreit.

Tee aus Löwenzahnwurzel
Für einen Tee aus der Wurzel werden 1 bis 2 Teelöffel der zerkleinerten Wurzel in 250 ml kaltem Wassen aufgestell, aufgekocht und dann 15 Minuten ziehen gelassen.

in der Küche

Löwenzahn-Kaffee
Wegen des Inulingehaltes ist die Zubereitung von Löwenzahnkaffe oder Gemüse aus der Wurzel auf für Diabetiker gut verträglich. Dazu die gewaschene Wurzel zerkleinern und trocknen lassen. Dann auf einen Backblech im Ofen bei 200 Grad rösten; oder in der Pfanne ohne Fett. Immer wieder wenden, die Wurzel darf nicht schwarz werden. Dann in einer Kaffeemühle mahlen und wie Filterkaffee zubereiten.

Salat mit Löwenzahnblättern
Junge Löwenzahnblätter, Blüten und Knospen sammeln und mit anderen Blattsalaten, Kohlrabi, Tomaten etc. anrichten.

Löwenzahn-Magenbitter
Je 2 Eßl. Löwenzahnwurzel, Schafgarbenkraut, Beifußkraut mit 500 ml Doppelkorn aufgießen und 2-3 Wochen „ziehen“ lassen. Danach abseiehn und nach Bedarf in kleinen Portionen einnehmen. Am Besten schon vor dem Essen, so werden die Verdauunssäfte angerägt und das Essen kann gründlich verdaut werden.

als Räucherwerk

Eine Räucherung mit Löwenzahnwurzel wird traditionel an Allerheiligen (Samhain) durchgeführt. Der Rauch kann bei Meditaitonen unterstützen, entspannt den Geist. Der Räucherduft ist krautig – die Wurzel ist gut in Mischungen einsetzbar.

für Hunde

Bei Hunden werden die frischen Blätter (nicht so bitter wie ältere Blätter) bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, aber auch bei Magenstörungen und Krämpfen. Auch die gekochte Wurzel des Löwenzahns kann als Nachrungsergänzung eingesetzt werden. Es heißt das Löwenzahn älteren Hunden zu mehr Vitalität und Bewegungsfreude verhilft.

Für kleine Hunde (bis ca. 15 kg) kann z.B. 1 Eßl. frische gehackte Blätter in Joghurt, Quark oder das Frischfutter gemischt werden, für größere Hunde auch 2 Eßl. Wie auch sonst ist es wichtig, den Hund zu beobachten und zu kontrollieren ob ihm der Löwenzahn gut tut.

Sagen & Legenden
  • Löwenzahn gilt als der „Ginseng des Westens“ – weil er so wertvoll für unsere Gesundheit ist
  • Das Wegblasen der Pappusse (Fallschirme) wurde oft als Orakel genutzt. Die nach dem Anpusten stehen gebliebenen Frchte geben z.B. an wie viele Jahre es noch bis zur eigenen Hochzeit dauert.
  • Wer die ersten drei Löwenzahnknospen ißt, bleib das ganze Jahr über gesund

…. und noch ein kleines Gedicht 😆

Wunderbar,
Da stand er da im Silberhaar.

Aber eine Dame,
……. war ihr Name,
Machte ihre Backen dick,
Machte ihre Lippen spitz,
Blies einmal, blies mit Macht,
Blies ihm fort die ganze Pracht.
Und er blieb am Platze,
Zurück mit einer Glatze.

von Josef Guggenmos

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