Mariä Himmelfahrt… ...der Brauch der Kräuterbuschen

Schon unsere heidnischen Vorfahren opferten den Göttern Heilkräuter. Damit bedankten sie sich und stimmten die Götter wohlgesonnen. Christliche Missionare hielten das für Hexenwerk und verboten diesen uralten Brauch. Nach dem – wie so oft – das Verbot nichts half, wurde der Brauch kurzerhand in das Kirchenjahr integriert.

Der 15. August wurde zu Mariä Himmelfahrt und weil die Sage erzählt, das es beim Öffnen ihres Grabes nach Rosen, Lilien und feinen Kräutern duftete, gehören die Kräuter jetzt zu Maria und dürfen – und werden noch heute – in der Kirche feierlich geweiht.

Für unsere Ahnen waren die Kräuterbuschen auch eine Art „Hausapotheke“. Mittelpunkt der Buschen ist meist die Königskerze, die auch Marienkerze genannt wird. Je nach Region kommen unterschiedlich viele Kräuter in den Buschen. 7 Kräuter für die Anzahl der Schöpfungstage,  9 Kräuter stehen für 3×3, die heilige Dreifaltigkeit und die Anzahl von 12 Kräutern steht für die Zahl der Apostel und der Stämme Israels.

Die geweihten Buschen werden im Herrgottswinkel aufgehängt. Auch heute werden bei Unwettern und Stürmen einige dieser getrockneten Pflanzenteile im Feuer verbrannt, das soll vor Blitz und Unglück schützen. Das erinnert doch sehr an all die Bräuche des Räucherns.

Mit dem 15. August beginnt der Frauendreißiger. Die Zeit zwischen dem 15. August (Mariä Himmelfahrt) und dem 8. September (Mariä Geburt) wird im Brauchtum der ‚Frauendreißiger‘ genannt. Diese Tage gelten als besonders günstige Zeit zum Kräutersammeln. Das Heiligenlexikon sagt: In dieser Zeit besonderer Marienverehrung wird allen Pflanzen, die gerade blühen, große Heilkraft zugeschrieben.

Ich finde, es ist ein schöner Brauch – klar…..er hat ja mit Kräutern zu tun 😉

Besonders freut mich in diesem Jahr, dass wir morgen eine kleine Kräutertour im Olympiapark machen und gemeinsam mit ein paar Teilnehmern tatsächlich Kräuterbuschen binden werden.

 

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