Scharbockskraut Ficaria verna

Andere Namen:

Feigwurz, Fiegwurz, Frühlingssalat, Frühsalat, Gichtblatt

Familie:

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Beschreibung:

Mit eines der ersten Wildkräuter im Jahr ist das Scharbockskraut. Mit seinen imposanten gelben Blüten ist es eine Freude für Insekten aber auch Wildkräuterliebhaber.

Schon sein Name ist ein Hinweis auf einen seiner wichtigen Inhaltsstoffe.  Scharbock ist eine altertümliche Bezeichnung der Vitaminmangelkrankheit Skorbut. Aufgrund seines reichen Vitamin-C-Gehalts galt das Scharbockskraut im Mittelalterals eine der wichtigsten Heilpflanzen gegen den gefürchteten Skorbut. Heute kommt es noch als Wildkraut auf den Teller; in der Volksheilkunde hat es an Aufmerksamkeit verloren. Allerdings ist es mit seinem hohen Vitamin C-Gehalt ein Wildkraut, das und gegen die Frühjahrsmüdigkeit helfen kann.
Das Scharbockskraut gehört zu den Hahnenfußgewächsen, die alle ungeniesbar bis giftig sind. Das gilt auch für das Scharbockskraut mit Beginn der Blüte. Bei Verwendung des frischen Krautes können bei höherer Dosierung Vergiftungserscheinungen (Magen- und Darmbeschwerden) durch das enthaltende Protoanemonin auftreten.
In der Schwangerschaft und auch für kleine Kinder ist das Kraut nicht zu empfehlen.

in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde wurde das Scharbockskraut zur Versorgung mit Vitamin C angewendet; auch in Sitzbädern bei Hämorrhoiden oder Umschlägen wurde es eingesetzt. Dazu wird das getrocknete Kraut für etwa 10 Minuten gekocht. Für ein Sitzbad den Sud in die Wanne geben, für einen Umschlag unbedingt die Temperatur beachten.

in der Küche

Der Geschmack des Scharbockskrauts ist leicht pfeffrig, scharf. Es eignet sich deshalb sehr gut als Würzkraut in Salaten, Kräuterquark. Wegen der „kritischen“ Inhaltsstoffe ist eine Dosis von ca. einer Handvoll pro Tag (Erwachsener) empfohlen.

Scharbockskrautbutter/Quark
Ca. 250 g weiche Butter mit zwei Hände voll Scharbockskraut und anderen Kräutern, eine fein geschnittene Zwiebel, etwas Knoblauch vermengen – mit Salz und Pfeffer abschmecken. Genauso kann das Wildkraut auch in Quark oder Dressings verwendet werden.

Als Wildkräuter passen gut Gundermann, Löwenzahn und Schafgarbe mit in die Mischung.

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