7Gründe für den Isar-Klassiker

Zugegeben: Der Spaziergang von Thalkirchen zur Waldwirtschaft ist ein bekannter Klassiker und oft ist hier an der Isar richtig viel los. Nicht umsonst aber liebt der Münchner seine Isar – die Reißende, an deren Ufern weite Natur-, Landschafts- sowie Vogelschutzgebiete ausgewiesen wurden. Zudem steckt der klassische Spaziergang an der Isar voller Kleinode, die es zu entdecken gilt.

Finde hier heraus, warum sich dieser Spaziergang auch für Dich lohnt.

1. Mit den Öffentlichen entspannt am Start

Parkplatzsuche? Die sparst Du Dir heute und startest entspannt ab dem U-Bahnof Thalkirchen. Hier wartet schon die erste Möglichkeit, Dich zu stärken – immerhin kann unser Spaziergang circa 3 Stunden dauern. Der kleine „Kiosk 1917“ wurde 1917 als Limonaden Standl errichtet. Über 100 Jahre alt, steht er jetzt wie aus dem Ei gepellt bereit, um Spaziergänger und Tierparkbesucher mit kleinen Brotzeiten und Getränken zu verwöhnen.

Schau Dir das Video über den Kiosk 1917 an und erfahre mehr über sein Angebot.

2. Die Insel in der Isar- Platz zum Chillen und Grillen

Ab der Brudermühlbrücke bis hinaus zur Stadtgrenze ist Grillen erlaubt und in warmen Sommernächten herrscht hier bunter Trubel. Aber jeder findet sein Plätzchen. Natürlich gibt es ein paar Regeln zu beachten. Die „10 Gebote für Freizeitler und Griller an der Isar“ des Vereins „Deine Isar e.V.“ erklären es Dir kurz und knapp.

Seit der Renaturierung der Isar in diesem Bereich ist es aber auch schön, einfach dort zu sitzen und aufs Wasser zu schauen, Steinmanderl zu bauen, das Gesicht in die Sonne zu halten und zu träumen.

3. Eine Spur Spannung und Kultur

Weiter geht es bis zum Marienklausensteg. Der Steg ist eine luftige, schwingende Konstruktion, die über die Isar und das 1330 erbaute Wehr führt. Durch den Gitterbelag kannst Du die Isar unter Dir vorbeirauschen sehen. Der 35 Meter lange Stichsteg zur kleinen Aussichtskanzel ist ein zusätzliches Schmankerl.

Auf der anderen Seite ist es eher beschaulich: Seit 1866 steht hier die Marienklause. Der Wassermeister Martin Achleitner hat sie aus Nagelfluhgestein und verschiedenen Hölzern errichtet und einem Gelübde folgend der Muttergottes gewidmet. Unter der Marienklause entspringt in einer Grotte die kleine Jakobsquelle. Sie und der kleine Kreuzweg, der liebevoll gepflegt wird, sind auch heute noch ein Anziehungspunkt für Pilger.

4. Die Großhesseloher Brücke

Auf dieser Seite der Isar geht es jetzt weiter nach Großhesselohe. Schon seit 1857 gibt es hier eine Brücke. Leider hatte die ehemalige Brücke den traurigen Ruf einer „Selbstmörderbrücke“ erlangt. Deshalb wurden beim Neubau im Jahr 1983 Schutzgitter angebracht – heute ein beliebter Platz für Liebesschlösser verliebter Paare. Das stattliche Bauwerk ist 42m hoch und für Fußgänger, Radfahrer und Zugverkehr ausgestattet. Von hier oben bietet sich ein herrlicher Blick auf München, die Isar und ihre Sandbänke und natürlich lassen sich hier auch Sonnenuntergänge in luftiger Höhe genießen.

5. Zum Isarfräulein

Zeit für die nächste Stärkung? Wenn es etwas Kleines, Feines sein soll, bist Du beim Isarfräulein, auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke, gut aufgehoben. Seit 2015 versorgt das Kioskcafé Isarfräulein am Hochufer der Isar Spaziergänger mit hausgemachten Kuchen, kleinen Snacks, Kaffee und Tee. Praktischerweise liegt nur wenige Meter entfernt ein kleiner Spielplatz. Die Kleinen können hier toben und die Großen entspannt ihren Kaffee genießen.

Das Kioskcafé Isarfäulein am Isarhochufer
Das Kioskcafé Isarfäulein am Isarhochufer

6. Die Waldwirtschaft in Großhesselohe

Vom Kiosk des Isarfräuleins sind es nur noch wenige Meter zum Ziel unseres Spazierganges: die Waldwirtschaft Großhesselohe – auch WaWi genannt.

Ein traditioneller Biergarten unter uralten Kastanienbäumen, ganz wie es sein soll. Allerdings erklingt hier nicht die übliche bayerische Blasmusik; stattdessen liegt sanfter Jazz in der Luft. Zum Bier gibt es alles für den kleinen, großen und auch süßen Hunger. Leckere bayerische Spezialitäten wie Obatzda und Steckerlfisch; aber auch Kaffee und Kuchen laden zum Genießen ein.

Solltest Du anschließend vom Schlemmen zu müde sein, um am Kleinhesseloher See vorbei zur Floßlände zurück zu spazieren, bringt Dich die S7 vom nah gelegenen Isartalbahnhof- Großhesselohe schnell und bequem zurück in die Innenstadt.

7. Die Floßlände an der Isar – von Flößern und Surfern

Zurück geht es wieder am Isarfräulein vorbei und den Höllerer Berg hinunter an die Isar. Nach wenigen Schritten überquerst Du die Conwentzbrücke. Dort steht das Denkmal des Isarflößers, eine auf einem Steinsockel stehende Bronzeskulptur des Bildhauers Fritz Koelle. Hier teilen sich Kanuten, Surfer und Flöße die Isar auf dem Weg zur Floßlände. Die Welle an der Floßlände ist übrigens die erste Flusswelle der Welt, die gesurft wurde. River Surfing gibt es hier schon seit 1971.

Wer es gemütlicher mag, nutzt in altbewährter Weise ein Floß und lässt sich die Isar hinunter fahren. Mit etwas Glück kannst Du einem Floß bei der spritzigen Fahrt über die Wasserrutsche zusehen – immer wieder ein Spektakel.

Surfen als Lebensgefühl: Ausschnitten aus dem Film „Keep surfing„, den Du  in voller Länge bei youtube findest.

Eine Floßfahrt auf der Isar – ein kleiner Einblick, wenn Du es etwas gemütlicher magst.

An der Floßlände angekommen, hast Du es fast geschafft. Noch ein kurzer Schwenk nach rechts, vorbei am Naturbad Maria Einsiedel und zurück zum U-Bahnhof Thalkirchen, Deinem heutigen Startpunkt.

 


Konnte ich Dich neugierig machen?

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Bildquellen

  • Teaserbild_Isar_Klassiker: © https://hagazussa.blog

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