Weihnachtsbräuche – Teil 2 Der Heilige Nikolaus und Kramperltratzen

Der Heilige Nikolaus ist wohl der beliebteste Heilige und auch einer der Bekanntesten. Aber schon gewusst, dass sich in der Person des Hl. Nikolaus eigentlich zwei Männer verstecken? Einmal Bischof Nikolaus von Myra, der am 06. Dezember 343 nach Christus gestorben ist und der Abt Nikolaus von Sion. Nikolaus von Sion. Der Bischof von Myra war der Sohn reicher Eltern. Nach deren Tod floss ihm ein reiches Erbe zu. Das Erbe verteilte er großzügig unter den Armen und Kranken, den Schutzbedürftigen und Hilfesuchenden. Sein  Namensvetter aus dem 6. Jahrhundert und der spätere Bischof von Pinara war für seine Mildtätigkeit bekannt.  Die verschmolzene Figur des Nikolaus war ein großer Wohltäter, und wurde schnell zu einem Hauptheiligen der griechisch-orthodoxen Kirche und schließlich zum wichtigsten Heiligen der russisch-orthodoxen Kirche. Es gibt viele Legenden und Geschichten um den Nikolaus. Mich hat damals in der Grundschule die Geschichte vom Kornwunder in Myra sehr beeindruckt – wenig, das ich mir so gemerkt habe 🙂

Genauer erklärt euch das „Die Klugscheisserin“ – mit der Geschichte vom Kornwunder 🙂

Krampus und Kramperltratzen

In Bayern wird der Nikolaus gern von den furchteinflössenden Kramperl oder dem Krampus begleitet. Laut Wikipedia leitet sich der Name vom mittelhochdeutschen Krampen ‚Kralle‘ oder bairisch Krampn ‚etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes‘ ab. In vielen Regionen hat sich die Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum (vgl. Schiachperchten) vermischt.

Krampustag ist der 5. Dezember, dem Vorabend des Festes des heiligen Nikolaus am 6. Dezember. Da erscheinen beide Gestalten gemeinsam am Abend des 5. Dezembers, zum Teil jedoch auch am 6. Dezember und hier machen sich dann auch die ganz Mutigen auf um den gruseligen Gestalten entgegen zu treten. Das kann allerdings zu einer handfesten Abreibung führen – die Kramperl haben gern mal lange Ruten dabei. Meist ist der Krampus der den Heiligen Nikolaus unterstützt aber sehr harmlos.

Zu den größten Umzügen mit über eintausend Krampussen (2008) gehört der Krampuslauf in St. Johann im Pongau, der jährlich am 6. Dezember stattfindet und ein echtes Spektakel ist.

Ihr seht schon – in Bayern ist das mit dem Heiligen Nikolaus eine ernsthafte und ehrwürdige Sache! Es kann auch wirklich nicht schaden, sich einmal im Jahr Gedanken über das eigene Tun zu machen – das hat nichts mit dem Partyweihnachtsmann und dem koffeinhaltigen Kaltgetränk zu tun 🙂

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